Um den Jahreswechsel

Montag, 01.01.2018

Freitag 29.12.17

Es war wieder etwas wärmer geworden. Vom Wetter war es so eigentlich genau richtig nicht zu warm nicht zu kalt. Adam hatte etwas verschlafen, Max und ich dachten schon  wir sind heute nur zu zweit. Mit etwas Verspätung ist er aber doch noch aufgetaucht. Heute war dann wieder mehr los, ich bin vor lauter telefonieren und mit Kunden reden fast nicht zum montieren neuer Fahrräder gekommen. Max und Adam haben auch nicht so viel geschaft. Es ist definitiv zu spüren das Hochsaison ist.

Nach der Arbeit wollte ich dann mal wieder Fahrrad fahren. Auf dem Schotterweg zum Parkplatz am Wald mit dem Fahrrad musste ich wieder dem Falken ausweichen. Dieses mal wollte ich mal einen neuen Trail probieren den ich bis jetzt noch nicht probiert habe. (Grinder) Der war dann echt gut und spaßig. Danach bin ich noch einen neuen Trail gefahren, der aber nicht so wirklich gut. Zum Schluss habe ich noch 'New Exit' gemacht, da ich den inzwischen schon kenne und es somit etwas mehr laufen lassen kann macht das echt super viel Spaß :) (Außerdem kommt man auf der anderen Seite des Waldes heraus, somit komme ich nicht an der Stelle vorbei an der der Falke angreift.)

Der Einstieg von 'Mini DH' und 'Te Huinga', in der ferne ist der Lake Rotorua zu sehen :) Riesige Redwoods

Samstag 30.12.17

Am Samstag war neben Max und Adam noch Douglas da. Zwischen Adam und Douglas hat es dann aber irgendwie etwas gekracht was nicht ganz so angenehm für die Arbeitsatmosphäre. Am Vormittag war es echt stressig, es waren wirklich sehr viele Leute da. Am Nachmittag wurde es etwas ruhiger. Somit haben die anderen es auch etwas ruhiger angehen lassen. (vielleicht etwas sehr ruhig, es wurde so gut wie kein Werkstattjob erledigt...) Nach der Arbeit bin ich wieder in den Wald zum Fahrrad fahren. (...und wurde wieder von dem Falken angegriffen..) Da ich wieder einen neuen Trail ausprobieren wollte musste ich einiges klettern. Bei einem Zwischenstopp hatte ich einen Neuseeländer mit einem 'Zerode Taniwha' getroffen, den habe ich gleich mal gefragt was er davon hält bzw. von dem Getriebe. Seine Meinung war natürlich überaus positiv. (was mich aber nicht überrascht) Oben angekommen hat man zwar leider keinen Ausblick, man ist Mitten im Wald, dafür ist der Track recht gut. Aber auch anspruchsvoll. (Zwei Stellen bin ich nicht gefahren. Ein Drop und etwas technischere Stelle.) Für diesen Trail wäre ein Enduro echt keine schlechte Wahl. Zum Ende hin wird es immer ruppiger. Mein Stumpjumper hat ganz schön zu kämpfen :P Danach bin ich noch ein paar andere Trails gefahren. Beim Weg zurück in die Stadt habe ich wieder versucht mich nicht vom Falken erwischen zu lassen. (Seinen Schatten auf mich zukommen zu sehen ist schon leicht beängstigend muss ich sagen :P)

...auf dem Weg nach oben zu 'Hot X Bunns'...

Sonntag 31.12.17

Letzter Tag dieses Jahres. Es fühlt sich wie immer nicht danach an und hier eigentlich fast überhaupt nicht. Es fühlt sich halt wie ein ganz 'normaler' Tag an. Ich bin am Vormittag nach Auckland losgefahren. Ich war mir zwar nicht sicher ob es die Fahrerei wert ist aber da hier in Rotorua nicht so viel los ist und ich das Feuerwerk vom Skytower schon mal gerne Live erleben wollte hatte ich mich dafür entschieden. Inzwischen ist mir die Strecke fast schon bestens bekannt :P Naja nicht wirklich, aber es ist immer etwas angenehmer wenn man die Straßen zumindest etwas kennt. In Auckland angekommen hatte ich erwartet das es sehr schwierig sein würde einen Parkplatz zu finden. Aber ich konnte direkt in der Straße vom Hostel parken. Das liegt zwar außerhalb vom Stadtzentrum, aber als ich am Anfang meiner Reise dort war, war es nicht so leicht einen Parkplatz zu finden. Ich hatte eigentlich überlegt das Feuerwerk am Skytower vom Hafen aus zu fotografieren, nur nachdem mir die Leute von der Oaklands Lodge (dem Hostel) angeboten haben das ich mit ihnen auf den Mt. Eden kommen kann und ich am Nachmittag auch mal kurz oben war um mir ein paar Kamerapositionen zu überlegen, habe ich mich dann dafür entschieden. Zumal ich bis zum Hafen auch einiges laufen hätte müssen oder eben fahren.

Auf dem Gipfel des Mt. Eden. (auf der Platte sind die Richtung und Entfernung zu verschiedenen Orten vermerkt) Der dritte Pfeil von links am äußersten Ring ist Berlin (17748km) Eindrücke von den Straßen... 1 Eindrücke von den Straßen... 2

Am Abend wurde im Garten des Hostels eine Trivial Pursiut Runde mit verschiedenen Teams veranstaltet. Themengebiete waren unter anderem: Neuseeland, Musik, 'was 2017 passiert ist' und 'rund um die Welt'. Ich war in dem deutschen Team. Wir haben aber leider verloren. Naja, aber wenigstens habe ich wieder was gelernt :P Anschließend habe ich mich noch mit einem Schweden unterhalten. Somit ging die Zeit bis Mitternacht auch ganz gut rum.

Kurz vor Jahreswechsel sind dann so ziemlich alle vom Hostel hoch auf den Mt. Eden. Es war zwar einiges los, aber zum Glück nicht ganz so viel wie ich befürchtet habe. Nur die besten Kamerapositionen waren natürlich schon besetzt und da ich kein richtiges Stativ habe sondern nur mein Gorillapod, musste ich mir einen Alternativplatz suchen. Nachdem ich ein paar Probebilder für die Einstellungen gemacht habe ging es los mit dem Feuerwerk. Bzw. der Countdown für die letzten Sekunden bis Mitternacht wird auf den Skytower projeziert. Ich habe dann versucht ein paar gute Bilder vom Feuerwerk zu machen. Was leider nicht ganz so gut hingehauen hat. Aber für das erste mal Feuerwerk fotografieren war es ganz ok, würde ich sagen. Das Feuerwerk hat leider nur fünf Minuten gedauert und war etwas kleiner als ich erwartet habe. Aber schön war es auf jeden Fall trotzdem :) Der Blick über die Stadt alleine ist aber schon wunderschön :) Nach Ende des Feuerwerks haben fast alle Leute den Berg fluchtartig verlassen, das hat mich echt etwas gewundert. Ich bin noch relativ lange geblieben und habe so noch ein paar Bilder gemacht bevor ich wieder zurück zum Hostel bin.

Sekunden vor Mitternacht... Sekunden später... :P (das Feuerwerk vom Skytower :) Nochmal ein Panorama bei Nacht :) (ein außergewöhnlicher Anblick bei Nacht dort oben zu stehen! :) selbes Motiv, trotzdem schön :)

Montag 01.01.18

Ich habe versucht relativ früh loszufahren, schließlich dauert es wieder fast drei Stunden bis ich wieder in Rotorua bin und mit Pausen wird es eben entsprechend länger. Ich habe mir dann erst mal einen Espresso gekauft. Bevor es wieder raus aus Auckland ging. Der Stadthighway war ungewöhlich leer am Morgen. Dafür war dann auf dem Land relativ viel los, teilweise war es Kilometerlang Stop and Go. Gegen zwölf Uhr Mittag habe ich dann eine Pause eingelegt um ein paar Neujahrsgrüße nach Deutschland zu schicken. Schließlich hat sich die Erde inzwischen weitergedreht :P Auf der letzten Stunde bis Rotorua hat es dann zu regnen begonnen. Dort angekommen war ich ziemlich geschafft aber schön war es schon trotzdem. Eigentlich wollte ich eine Runde Fahrrad fahren nachdem ich meine Wäsche gewaschen habe. Beides musste ich aber aufgrund des Regens erstmal verschieben. (Vielleicht hätte ich in Auckland bleiben sollen, dort war es ein wunderschöner warmer Sommermorgen... :P)

Die letzten Tage vor Weihnachten

Samstag, 23.12.2017

Samstag (23.12.)

Fast geschafft. Nur die zwei Tage bis Weihnachten muss ich noch irgendwie rumkriegen. Der 25. ist ein Feiertag und am 26. geht es wieder normal weiter. Samstag und Sonntag sind ja wie gesagt, besondere Öffnungszeiten. Beide Tage von 9 bis 18 Uhr. Normal ist Samstags von 9 - 16 Uhr offen und Sonntags von 10 - 15 Uhr. Vor der Arbeit war ich noch schnell einkaufen weil ich hinterher nicht mehr so wirklich Lust darauf habe. Da es recht früh war hatte ich erwartet das nicht so viel los sein wird. Was sich als schöne Wunschvorstellung herausgestellt hat, Weihnachten eben. Auf der Arbeit war dann natürlich auch einiges los. Wir waren zu viert im Laden. Das war auch gut so. Viele Leute haben noch Fahrräder gekauft oder abbezahlt und mitgenommen. Das komische war nur, in einem Moment war der Laden komplett voll, im nächsten war kein einziger Kunde da. Gegen Ende des Tages wurde es zum Glück etwas ruhiger. Umsatztechnisch war es ein sehr guter Tag. Nach dem Abendessen bin ich heute mal eine kleine Runde mit dem Fahrrad gefahren, aber nicht in den Wald dafür war einfach viel zu wenig Zeit. Ich bin dann nur etwas in der Nähe der Stadt gefahren, wenige Meter vorbei an dampfenden Löchern und schwefeligen Gewässern. So ist das hier in Rotorua. Zum Schluss habe ich auf einem Parkplatz noch etwas Fahrtechnik geübt. So langsam gewöhne ich mich an mein neues Fahrrad :)

Sonntag (24.12.) 

Endspurt. Der Sonntag lief eigentlich ziemlich ähnlich zum Samstag ab. Vor der Arbeit war ich nochmal kurz ein paar Kleinigkeiten einkaufen und auf der Arbeit war auch nochmal einiges los. Wenn auch nicht ganz so viel wie Gestern. Zum Ende des Tages wurde es dann wieder etwas ruhiger. Nur kurz vor Ladenschluss wollten zwei Kunden noch zwei Kinderräder kaufen und eines davon musste erst noch aufgebaut werden deswegen wurde es noch etwas später. Stichwort 'Last minute shopping'. Ich war dann ziemlich fertig und hatte eigentlich überhaupt keine Lust mehr zum kochen. 'Aber hilft ja nichts' :P Am Abend habe ich dann noch diesen Blogeintrag geschrieben und etwas entspannt.

Montag (25.12.)

Am Morgen fing der Tag eigentlich ganz normal an. Nach dem Frühstück habe ich wieder gleich die Wäsche gemacht da ich meine Arbeitsklamotten morgen wieder brauche. Außerdem wollte ich nicht zu spät Richtung Tauranga. Als ich in der 'Lounge' auf meine Wäsche gewartet habe, hatte ich mich schon gewundert warum unter dem Weihnachtsbaum der seit Anfang Dezember dastand Geschenke liegen. Als Neil, einer der Besitzer hereinkam und meinte ich soll doch mal schauen ob nicht eines für mich dabei ist. Das war schon eine sehr nette Geste :) (obwohl ich das Weihnachtszeug ja nicht so mag...)

:)

Als die Wäsche aufgehängt war bin ich mit dem Auto los nach Norden. Das letzte mal als ich in Tauranga war bin ich ja nicht auf den Mt. Maunganui, das wollte ich heute nachholen. Die Fahrt dauert so eine Stunde, was für meine Fahrerei hier nicht ganz so viel ist. Somit ist es nicht ganz so anstrengend wie die weiten Strecken. Vor allem aber weil die Strecke gut zu fahren ist und mit dem richtigen Radiosender ist es auch ganz cool :P Ich finde hier gibt es einige richtig coole Sender. Man kommt auf der Fahrt an einigen Kiwiplantagen vorbei. Außerdem ging es durch 'Te Puke' (der Welthauptstadt der Kiwis :P) In Tauranga war es dann erwartungsgemäß schwer einen Parkplatz zu finden, da heute nicht nur Touristen unterwegs sind sondern auch alle Neuseeländer. Die zieht es nämlich an Weihnachten ans oder ins Wasser. Deshalb war am Strand und auf dem Wasser einiges los. Viele waren mit Booten und Jetskis auf dem Wasser. Ich bin dann hoch auf dem Mt. Maunganui, bei strahlenden Sonnenschein. In der Sonne war es schon ganz schön heiß. Die Ausblicke beim Weg nach oben waren schon top :) Der Gipfel ist dann natürlich die Krönung. Man hat einen super Blick auf die Stadt und den Strand.

Mt. Maunganui Panoramablick :) Blick auf den Strand und die Stadt :) Nochmal, aber anders..

Nachdem ich etwas Zeit dort oben verbracht habe bin ich wieder nach unten und etwas Barfuß am Strand entlang. Der Sand war schon teilweise ziemlich heiß :P Einige Leute hatten rote Zipfelmützen auf, das war so ziemlich das einzige das an Weihnachten erinnert hat.

Was ganz interessant war, am Strand gab es eine Anzeige die den UV-Index anzeigt eben. 1-2 = Grün, kein Sonnenschutz benötigt,  3-7 = Gelb Sonnenschutz benötigt, 8-11 = Rot, Schatten suchen. Die Anzeige stand halt auf 17!! :P Beim Weg zurück aus Tauranga bin ich dann auch am Zespri 'Hauptquartier' vorbeigekommen :P Auf der Fahrt hat man dann natürlich wieder die Möglichkeit etwas von der Landschaft zu sehen. Die zwar wirklich sehenswert ist aber es gibt auch viele abgeholzte Abschnitte.

Zurück in Rotorua habe ich erstmal etwas gegessen bevor ich in den Redwood Forrest bin. Ich hatte erwartet das heute einiges los ist. Ich war aber fast alleine mit meinem Fahrrad. Ich habe so eine mittlere Tour gemacht, nicht ganz bis nach oben oder durch den Wald aber auch nicht nur einen Trail. Die Strecken kannte ich inzwischen schon, dadurch fährt es sich etwas flüssiger, schneller und spaßiger :)

Dienstag (26.12.)

Zurück ans Werk. Oder so. Die Arbeitszeiten waren heute wieder die normalen, also von 8:30 bis 17:30 Uhr. Eigentlich wären heute alle zur Arbeit eingetragen. (im Roster) Abgesehen von Eric, er ist seit dem 24. mit seiner Familie unterwegs. Er wird für zwei Wochen die Südinsel bereisen, bevor er wieder nach Rotorua kommt und noch etwas arbeitet. William war aber krank sodas Max, Adam, Douglas und ich den Laden schmeißen mussten. Blöd nur das von uns keiner wirklich Lust hatte. Also klar macht man seine Arbeit, aber so ein zweiter Tag frei wäre schon gut gewesen, gerade nach den langen Tagen vor Weihnachten. Vielleicht lag es auch etwas am Fahrradfahren gestern. Aber es ging nicht nur mir so, die anderen hatten auch nicht wirklich Lust was dazu geführt hat das sie überdurchschnittlich viel Quatsch gemacht haben :P Verkauft haben wir an diesem Tag nicht ganz so viel, obwohl wirklich sehr viel los war, eigentlich genauso viel wie vor Weihnachten wenn nicht mehr. Viele waren auf der suche nach einem Boxingday-Sale Schnäppchen. Aber wir hatten gerade bei den Kinderrädern nicht wirklich etwas zu reduzieren. Die wurden fast alle vor Weihnachten verkauft obwohl ich eigentlich eines nach dem anderen aufbaue. Wenn ich mich nicht um Kunden kümmern muss. Mal sehen wie es weitergeht...

Mittwoch (27.12.)

Als ich heute Morgen auf die Arbeit bin war ich ganz schön überrascht wie kalt es auf einmal war. Naja gefühlt zumindest. Es war zwar sonnig aber im Vergleich zu der Wärme der letzten Tage war es einfach etwas kühler. Tagsüber war es warscheinlich recht angenehm, nur am Morgen war es schon frisch. Ich will ja nicht dauernd über die Arbeit schreiben aber vielmehr gibt es im Moment halt nicht. Adam hatte heute frei und William ging es noch nicht besser deshalb waren wir heute zu dritt. Es war aber trotzdem noch recht viel los, vielleicht etwas weniger als Gestern. Ich dachte ich kann vielleicht etwas aufholen mit dem aufbauen von Fahrrädern, aber das haut irgendwie nicht so richtig hin. Ab und zu macht Adam auch eines fertig für den Shopfloor aber annsonsten bin ich eigentlich der einzige der Fahrräder aufbaut. Es ist halt gefühlt so das für jedes das ich baue zwei verkauft werden, was zwar gut fürs geschäft ist aber ich kann mir dann von William sagen lassen das mehr Fahrräder montiert werden müssen. Und so langsam habe ich echt keine Lust mehr auf die Kinderräder.

Nach der Arbeit und dem Abendessen bin ich mal wieder zum See und etwas in der Stadt spazieren gegangen. Es waren wirklich viele Leute unterwegs, was warscheinlich daran liegt das viele Neuseeläder im Moment Urlaub haben.

Donnerstag (28.12)

Es war wieder recht kühl, besonders am Morgen. Was echt ungewohnt war nach den wirklich warmen letzten Wochen. Zusammen mit dem Wind war es etwas unangenehm obwohl ich nichts gegen eine kleine Abkühlung habe. William war immernoch krank, was dann irgendwie wieder dazu geführt hat das die anderen recht viel Blödsinn gemacht haben. Aber sonst ist es mit Adam und Max ganz gut zu arbeiten, da sie etwas ruhiger angehen lassen. Max redet auch öfters mal über Autos und so ein Zeug. Was ganz cool ist. Der Mazda RX-7 in dem Midnightpurple von letztens ist heute wieder vorbeigefahren und der Besitzer war sogal letztens im Laden. Autos mit Wankelmotoren gibt es einige mehr als bei uns. Und es scheint so als würde es wieder etwas ruhiger werden.

Zurück im Hostel habe ich dann die Kolumbianerin aus meinem Zimmer getroffen. Sie hatte heute unter anderem einen Ausflug nach Whaitomo gemacht. Ich hatte Sie dann gefragt wie es war und ob Sie schon auf dem Thursday Night Market war. Das hatte Sie dann interessiert und Sie wollte mitkommen. Also waren wir dann auf dem Markt. Natülich habe ich mir wieder was leckeres gekauft :) Ein mal in der Woche kann ich mir auch mal was gönnen. Im Anschluss waren wir dann noch kurz am See, weil Sie dort auch noch nicht war.

Alltag

Freitag, 01.12.2017

Der Eintrag fasst einige Wochen zusammen, das war nicht wirklich so geplant, hat sich halt so ergeben. Die Kurzfassung wäre: Ich arbeite an 5 Tagen in der Woche, an den anderen versuche ich Fahrrad zu fahren. Das ist jetzt nicht das interessanteste. Ich habe versucht immer ein paar Bilder einzufügen. Viele sind aber leider nur Handybilder.

 

Freitag den 1. Dezember war wieder nur Adam, Douglas und ich im Shop. Will hatte heute wieder frei deswegen haben es die anderen etwas ruhiger angehen lassen. Douglas hat dann für alle 'Scones' besorgt, so eine Art Brötchen. Am Morgen war es noch recht ruhig, Adam hatte sein Downhillbike dabei. (ein etwas älteres Lapierre) Später war dann aber einiges los, die einen wollten drei Fahrräder für Weihnachten. UND (!!) die Frau die mich das eine mal am Telefon mehr oder weniger angeschrien hat wollte nach nun über zwei Wochen endlich ihre Sachen abholen aber natürlich nicht ohne alle anderen in den Wahnsinn zu treiben. Ich habe das zwar nicht alles mitbekommen da ich versucht habe mich um die anderen Kunden zu kümmern, aber ihr sind ständig noch irgendwelche Sachen eingefallen die ihr nicht passen, gefallen was auch immer. Als ich an ihr mal zügig vorbeigegangen bin um für die einen Kunden etwas nachzuschauen hat Sie mich dann so gefragt ob ich Stress habe. Ich hatte mir nur gedacht, was ist das für eine Frage(?), da Sie Adam UND Douglas beschäftigt hat musste ich mich alleine um die anderen Kunden, die dann etwas warten mussten, kümmern. Ich meinte nur so feundlich, 'ach passt schon'. Aber ich schätze wenn Ihr meine Antwort nicht gepasst hätte wäre Ihr warscheinlich eingefallen das Sie die Reifen vom Fahrrad ihres Sohnes mit mehr Stollen in Erinnerung hat und ich die jetzt nachzählen soll, oder was weis ich....

Oder dann hat Sie die anderen Kunden angeredet, die schon etwas gewartet haben und denen gesagt das es warscheinlich an der anderen Kundin liegt das es so lange dauert...  JA, GENAU!  Insgesamt war Ihre Art einfach manipulativ, unsympatisch und unangenehm. Wir haben alle durchgeatmet als die wieder Draußen war...

(Solche Leute wie Sie sind aber eher die Ausnahme, zum Glück :)

Später am Nachmittag war dann nochmal ganz interessante Leute im Laden. Ich war etwas in meine Arbeit in der Werkstatt vertieft als mich Douglas wieder zu sich ruft. Das hat er öfters mal gemacht meistens wenn Deutsche da sind. (was dauernd passiert. Man hört auch auf der Straße dauernd Leute deutsch reden...) Ich hatte mir nichts dabei gedacht und bin halt hingegangen. Auf dem Weg habe ich aber schon gesehen das mir das eine Gesicht bekannt vorkommt. Er war mit mir auf dem selben Flug nach Neuseeland. Er war mit seinem Reisepartner unterwegs der nach einem Fahrradträger für ihr Auto gesuch hat. Er war etwas überrascht und ich glaube nicht ganz erfreut mich hier zu sehen.

Samstag (2.12.) war Max wieder da. Er ist eigentlich der Hauptmechaniker, war aber die letzen Wochen verletzt. Außer ihm war nur noch Adam und ich im Laden. Samstags ist natürlich immer einiges los, viele kaufen mehrere Fahrräder für Weihnachten. Zwischendurch konnte ich aber auch etwas mit Max reden oder bei der Arbeit einen Blick nach Draußen werfen falls der coole RX-7 mit seinem unverkennbaren Wankelmotorsound und Turbogezwitscher und coolen Felgen von vor zehn Minuten nicht doch noch mal vorbeifährt :P [überhaupt gibt es schon ziemlich coole Autos hier. Am gleichen Tag habe ich auch einen Chevrolet El Camino gesehen. Was jetzt nicht gerade eine alltägliche Erscheinung ist. Sehr beliebt sind hier auch diese Coupes von Holden mit dickem V8 unter der Haube. Allgemein stehen die Leute hier auch auf Leistung und Sound. Nur Tieferlegen ist hier echt die schlechteste Idee die man haben kann. (wenn man es übertreibt) Mal abgesehen von den unzähligen Varianten von Bodenschwellen in den unterschiedlichsten Hinterhältigkeitsgraden von kurz und hoch bis lang und noch viel, viel höher kommt man einige Einfahrten fast nicht hinein ohne aufzuschleifen. Warum sage ich das? Weil ich selbst schon einige male aufgesetzt bin. Und mein Auto ist nicht tief! Mittlerweile hat es sich vielleicht etwas eingeschliffen, vielleicht :P]

Nicht von diesem Tag, aber auch ein El Camino. Direkt vor dem Laden :)

Für einen Samstag war es aber trotzdem ganz gut und nach der Arbeit habe ich mir wieder das Kona geliehen. Ich bin dann gleich nach der Arbeit wieder in den Wald und habe eine kleine Runde gemacht. Zuerst bin ich auf 'Challenge Uphill' etwas nach oben dann auf 'Challenge Roadside' wieder nach unten. 'Roadside' ist eine relativ breite Strecke die eigentlich fast nur bergab geht, sie ist relativ schnell und glatt mit einigen Anliegern und Sprüngen (Tables). Zum Schluss bin ich wieder noch 'Rosebank' gefahren. Die Strecke ist Garde 4, und recht abwechslungsreich es geht berauf und bergab über Wurzeln, es gibt schnelle flowige Abschnitte und techchnische eher langsame Abschnitte das ist wirklich cool. Zwar ist die nicht sehr lang aber es geht hauptsächlich durch einen schönen Abschnitt des Waldes mit vielen Redwoods das gefällt mir sehr :)

Abendlicht zwischen den Redwoods

Am Sonntag (03.12.) muss ich etwas später anfangen zu arbeiten, deswegen bietet es sich an früh morgens gleich die Wäsche zu machen. Dann brauche ich sie nach der Arbeit nur noch von der Wäscheleine zu nehmen. Es ist schon irgendwie interessant, viele von den Leuten mit denen ich das Zimmer teile sind noch nicht mal aufgestanden wenn ich schon geduscht, gefrühstückt und die Wäsche gemacht habe :P Ist jetzt keine Wertung, das kann ja jeder machen wie er will...

Auf der Arbeit war es dann wieder recht stressig. Aber das ist es eigentlich meistens und das wird warscheinlich bis Weihnachten auch so bleiben. Nach der Arbeit habe ich mir wieder ein Fahrrad (das Kona) gemietet und mich mit Eric getroffen zusammen sind wir dann in den Wald gefahren. Nach ein paar müsam erarbeiteten Höhenmetern sind wir am Start von 'Tokorangi' und 'Corridor' angekommen. Dort haben wir kurz Pause gemacht als uns die zwei anderen die wir auf der Fahrt nach oben überholt haben. Einer von denen hat uns den ersten Teil von 'Corridor' empfohlen. Wir wollten eigentlich nur 'Tokorangi' fahren. Sind dann aber seinem Rat gefolgt, was sich echt gelohnt hat. Sehr schnell, flowig, breit und mit einigen (bei mir kleineren) Sprüngen :) Als wir am Ende des ersten Abschnitts haben sie uns dann wieder eingeholt da wir nicht genau wussten wie wir wieder auf die andere Strecke kommen. Nachdem er uns dann nochmal den besten Weg erklärt hat wollten wir weiter als wir das unschöne Geräusch einer reißenden Kette hören konnten. Es war die Kette des Neuseeländers der uns die Strecke empfohlen hatte. Die habe ich dann schnell repariert und dann ging es weiter. (er fragte mich so als ich schon am reparieren war, 'weist du was da zu tun ist? Ich habe nämlich keine Ahnung') Hat aber keine zehn Minuten gedauert. Runter ging es dann auf dem Rest von 'Tokorangi' anschließend 'Turkish Delight' und 'Challenge Roadside' :) Eric hat dann vorgeschlagen bei 'Nandos' zu essen, was wir dann auch gemacht haben.

Montag (04.12.) musste ich morgens das Fahrrad wieder mit auf die Arbeit nehmen, aber erst nachdem ich nochmal eine Runde zum See gefahren bin. Auf der Arbeit war es halt wieder das übliche mal abgesehen davon das sich Eric ein Fahrrad gekauft hat. Er hat mehrere Fahrräder in der Auswahl gehabt bis es dann ein Merida One-Twenty geworden ist. (120mm Federweg, 29 Zoll Laufräder...) Es ist natürlich blöd das ich immernoch keines habe. 

Dienstag (05.12.) hatte ich wieder frei. Dienstag und Mittwoch ist quasi mein Wochenende :P Es wäre schon besser Samstag und Sonntag frei zu haben aber so ist es halt. Morgens hieß es mal wieder einkaufen, bevor ich dann in der Stadt bei ein paar Fahrradläden vorbeigeschaut habe um mir mal ein Bild zu machen was die so da haben. Ich hatte eigentlich nicht so richtig geplant heute zu Fahrrad zu fahren, aber er wollte mich gerne zum einstellen seines neuen Fahrrades dabei haben. Wir sind dann etwas im Wald herumgefahren und ein paar Trails gefahren. ('Be Rude Not 2', Pig Trail, und wieder Challenge Roadside. Ich muss mal eine Karte mit den Trails hochladen...) Im Wald ist es schon irgendwie immer schön. Man sieht dauernd irgendwelche Hasen herumhoppeln die auch nicht wirklich wegrennen wenn man an ihnen vorbeifährt und dauernd hört man Vogelgezwitscher :) Außerdem hatten wir im Wald zwei Deutsche getroffen die einen Platten hatten, ein Typ und ein Mädel. Den habe ich dann auch wieder repariert worüber die zwei sehr froh waren :)

Dienstags zahle ich auch immer die Unterkunft für die nächste Woche. Ich bin immernoch im selben 6-Bettzimmer wie am Anfang, nur die Leute kommen und gehen. Inzwischen habe ich mich aber daran gewöhnt. Außerdem weis man im laufe der Zeit auch welches Messer in der Küche halbwegs scharf ist :P Aber das Hostel sonst ganz gut es gibt hier keine Stockbetten, was echt selten ist und ich habe nicht weit zur Arbeit und zum Supermarkt :)

Mittwoch den 06.12. bin ich am frühen Morgen mal wieder zum See, was ich schon länger nicht mehr gemacht hatte. Es war ein wirklich schöner Sommermorgen, der Himmel war blau und die Sonne schien, außerdem war es noch angenehm 'kühl' bevor es später am Nachmittag richtig warm wurde. (T-shirt-wetter war es trotzdem :P ) Später hatte ich dann mal mit dem Bikeshop aus Auckland geschrieben, da ich mal per E-mail nachgefragt hatte ob das Fahrrad noch zu haben wäre das ich vor zwei Monaten am Anfang meiner Reise dort gesehen hatte, und es wäre noch zu haben.....

Am Nachmittag wollte ich mir wieder 'mein' Fahrrad mieten, leider hatte das schon jemand anderes genommen. (unverschämtheit :P) Also habe ich mir dann ein Merida Hardtail genommen. Bei der Fahrt raus aus dem Shop habe ich dann die zwei Deutschen von Gestern wiedergetroffen und ein wenig mit denen geredet :) Im Wald bin ich dann nur ein paar einfache Strecken gefahren die ich schon kannte. Macht aber trotzdem Spaß.

Eine Sache war dann aber irgendwie komisch. Als ich mir Abendessen gemacht habe lief in der Küche der Radio. Der läuft sonst nie! Das muss ja nicht schlecht sein nur liefen dauernd Weihnachtslieder inklusive 'last Christmas!! Darauf hatte ich so gar keine Lust. Ich war schon froh das die hier mit der Weihnachtsdekoration und dem ganzen Trubel relativ zurückhaltend sind bzw. spät damit anfangen. Das erste mal hatte ich es eigentlich so Ende November im Pack'N'Save bemerkt das es Weihnachtlich dekoriert ist. Also keine Lebkuchen im September. Wobei so ein Spekulatius jetzt schon ganz lecker wäre :P In der Stadt sieht man auch etwas Dekoration aber nicht ganz so viel. Die Umstellung ist eh etwas komisch, die ersten male als ich die Weihnachtsdekoration gesehen habe dachte ich nur 'was ist denn mit denen? Es ist doch nicht Weihnachten, es ist Sommer! :P Komischerweise war das das einzige mal das der Radio lief, am nächsten Tag war er wieder aus.

 Platz im Zentrum von Rotorua

Donnerstag (07.12) lief es dann auf der Arbeit mal etwas anders. Da Max und Adam hauptsächlich in der Werkstatt gearbeitet haben war für mich da nicht so wirklich Platz. Ich habe zu Beginn des Tages ziemlich viele Scooter (Roller) ausgepackt und mit einem Aufkleber mit dem Barcode versehen. (nicht schon wieder Aufkleber irgendwo draufkleben!!!) Die sind hier bei den Kindern und Jugendlichen ziemlich beliebt. Die fahren damit in den Skateparks herum und machen Tricks.

Am Ende des Arbeitstages habe ich mit Will einmal über ein paar Sachen geredet, das lief nicht ganz so wie ich es mir erhofft hatte aber mal schauen...

Nach der Arbeit ging es wieder auf den Markt :) (Thursday Night Market)

 Freitag (08.12) habe ich auf der Arbeit fast nur Fahrräder aufgebaut und Kinderräder gecheckt. Da am Sonntag eine Art Rennen ist und der Bikeshop einen kostenlosen Sicherheitscheck anbietet. Sowas wird natürlich genutzt zumal es zum Check eine kostenlose Wasserflasche gibt. Der Zustand einiger Bikes war schon abenteuerlich....       ...allgemein ist es wirklich kurios was die Leute für Sachen in den Laden bringen....

Heute waren außerdem die zwei Deutschen wieder da denen ich den Platten geflickt hatte, sie haben sich zwei Fahrräder gemietet. Als sie diese zurück gebracht haben, haben sie etwas mit mir geredet :)

Am Abend... :) (das i-Site Gebäude)

In der Nacht zum Samstag (09.12) hatte es etwas gregnet. Dadurch hatte es etwas abgekühlt, was ganz angenehm war da es die letzten Tage echt warm war. Auf der Arbeit waren dann nochmal mehr Leute für den kostenlosen Check da. Nach Feierabend bin ich wieder mit Eric zum Redwoodforrest. Dort war dann der komplette Parkplatz und die angrenzende Wiese voll mit Parkenden Autos und Eventzelten. Heute fand dort wieder das Endurorennen statt. (2W Gravity Enduro) Wir sind dann nicht ganz so viel gefahren nur ein paar kurze Strecken. (Mini DH, Challenge und Rosebank) Mini DH hatte es schon in sich, einige Sprünge und einiges ruppiger, aber nicht sehr steil.

Sonntagmorgen (10.12) dachte ich mir ich muss das Kona einfach mal wiegen nachdem ich es wieder auf die Arbeit zurückgebracht habe. Das Ergebnis, obacht 15,66kg!!!! Jetzt wird mir einiges klar. Nur ich frage mich trotzdem wie die es geschafft haben das Ding so schwer zu machen. [Meine Vermutung wäre das die einfach keine Alurohre mehr hatten und stattdessen Vollmaterial verwendet haben. Wobei selbst dann wäre es leichter.]

Nach der Arbeit bin ich dann eine Runde gefahren. Ich weis nicht ob es besser oder schlechter war das Gewicht nun zu kennen. Spaß macht es schon trotzdem, aber halt nur solange es bergab geht. In einem flachen Teil oder einem kleinen Gegenanstieg verliert man halt sofort die ganze Geschwindigkeit. (da fährt mir Eric halt gnadenlos davon)

Montag (11.12.) war dann eigentlich ein ziemlich durchschnittlicher Montag. Erst war einiges los, dann eher weniger. Abends habe ich dann ein bekanntes Gesicht wiedergetroffen. Das war ganz cool. Dominik, ein weiterer Deutscher, war vor ein paar Wochen schon mal in Rotorua und im selben Hostel. Er war hier in Neuseeland um Urlaub zu machen und zum Mountainbiken. Inzwischen war er auf der Südinsel wo er auch einiges gefahren ist. Jetzt war er aber zurück um hier in Rotorua nochmal etwas Zeit auf den Trails zu verbringen :) Er hilft in Deutschland auch öfters in einem Fahrradladen aus, wir haben Abends einiges geredet :)

Dienstag (12.12) war mal wieder ein etwas anderer Tag. Es standen gut 6 Std. im Auto auf dem Programm. (was kann das wohl heißen? :P) Ich bin ziemlich früh aufgestanden und habe noch ein paar Sachen erledigt bevor es noch bei kühlen Temperaturen los ging. Plan im Kurzformat: Rotorua - Auckland - Rotorua. Ich kam echt gut voran bis 30 km vor Auckland der Verkehr zu stocken begann. Das war nervig aber es gibt schlimmeres. Es war außerdem echt mal wieder schön etwas von der Landschaft zu sehen :)

Bei meinem Ziel in Auckland anzukommen war schon ganz cool. Ich hatte mal bei einem Hostel in der Nähe gewohnt also kannte ich die Gegend. Das ist immer gut :) Bevor ich dann aber meine eigentliche 'Mission' ( :P ) erledigt habe, bin ich noch zu einem kleinen Stop beim Mt. Eden vorbei. Ich bin zwar nicht ganz nach oben aber nach fast drei Stunden nonstop im Auto war das kein schlechter Ort sich die Beine zu vertreten :)

(Außerdem hatte ich etwas Gesellschaft :)

Wieder zurück...

Danach ging es zu Mt. Eden Cycles. Dem eigentlichen Ziel des Tages :) Als ich vor über zwei Monaten an dem Laden auf dem Weg zum Mt. Eden vorbeigekommen bin hatte ich dort unter anderem meinen Lebenslauf abgegeben und was noch wichtiger ist :P ein potentielles Fahrrad gesehen das mir im Gedächtnis blieb. (zum großen Teil aufgrund der Farbe :P ) Ich dachte es wäre inzwischen längst verkauft, aber da es auf Trademe (sowas wie eBay hier) nicht viel Auswahl gibt und es sich nichts wirklich passendes finden lies, dachte ich mir, ich schreibe denen einfach mal eine E-Mail und frage ob es noch da ist. Wie sich aus dem Kontext erschließen lässt war es zu meiner Überraschung noch da. Was mich echt zum überlegen gebracht hat. So lange zu fahren (nur für ein Fahrrad) ist natürlich ein Risiko bzw. klingt nicht so clever, aber das Angebot war gut, ich hatte es damals schon mal kurz Probe gefahren und vielleicht hat mich die Farbe etwas in ihren Bann gezogen. Außerdem wollte ich dieses Bike schon immer mal haben...

Lange Rede kurzer Sinn. Ich bin in den Laden und habe mir das Fahrrad nochmal angeschaut. Der nebenbei angenehm kühl klimatisiert war nicht wie bei uns in Rotorua, es war nämlich echt heiß heute. Für andere warscheinlich schön Sommerlich, für mich schon wieder etwas zu viel des guten, aber seis drum :P Dann habe ich nochmal eine Probefahrt gemacht. Trotz der 29er Räder hat es sich echt gut angefühlt und wenn man das berücksichtigt war es echt agil. Der Rest hat auch einen guten Eindruck gemacht. Ausstattungsmäßig muss ich zwar Kompromisse machen aber solange die Funktion stimmt ist alles gut. [Außerdem hat die Farbe in der Sonne draußen vor dem Laden natürlich noch mal mehr geknallt :P] [...und ich bin eigentlich kein Farbentyp wenn es um Fahrräder geht. Das nur so nebenbei.]

Entscheidung getroffen! Gekauft. Noch kurz das lästige Bezahlen erledigt. (Mein Geldbeutel ließ sich schon fast nicht mehr falten da die Geldautomaten höchstens 50er Scheine ausgeben :P ) Dann habe ich noch gefragt ob Sie mir die Bremshebel tauschen also von links - Bremse hinten, rechts - Bremse vorne auf links - vorne und rechts - hinten wie in Deuschland. Ich könnte es zwar selbst aber das spart mir halt Zeit und ich kann direkt losfahren. Dabei gab es dann aber ein Problem. Sie hatten mich dann gefragt ob ich ein anderes mal wieder kommen kann was aber nicht so wirklich eine Option wäre. Da es eh so um die Mittagszeit war bin ich dann essen gegangen bis die Sache erledigt war. In der Nähe des Hostels in dem ich mal war gab es ein Restaurant in das ich immer mal gehen wollte aber nicht so richtig dazugekommen bin. Jetzt war aber die perfekte Gelegenheit dafür. Die Parksituation ist zwar immer etwas schwierig aber irgendwie findet man schon was. Wichtig ist nur von den (bösen) gelben Linien fern zu bleiben :P Bei Corner Burger, dem Restaurant war es recht ruhig. War schließlichh auch mitten unter der Woche. Aber das Essen und Ambiente war top. Überhaupt gibt es dort in der Ecke sehr viele kleinere mit Liebe zum Detail gestaltete Läden und Boutiquen. Somit verging die Wartezeit ganz gut und als ich zurück war konnte auf der richtigen Seite gebremst werden :P

Beim einladen des Fahrrads in mein Auto hätte ich eigentlich erwartet das ich mindestens ein Rad herausnehmen musste, es hat aber auch so gepasst. Naja, wenn man das so nennen kann, ich habe es halt einfach auf meine anderen Sachen gelegt :P

Ja, es ist nicht perfekt. (#noworries)

Die Heimfahrt in der Hitze war dann nicht ganz so entspannt wie am Morgen aber dafür habe ich ab und zu eine Pause eingelegt. Ich weis nicht nicht mehr wie der Ort hieß aber was die aus Wellblech zaubern können ist schon cool.

 Am Abend bin ich dann noch eine kurz Runde mit Eric von der Arbeit gefahren, nachdem er neugierig war was ich mir für ein Fahrrad geholt hatte.

Mittwoch (13.12.) wollten Dominik und ich zusammen eine Runde fahren. Er hat sich dafür ein Specialized Enduro von Cyclezone gemietet. Am Parkplatz am Wald ist Eric noch dazugekommen. Dominiks plan war eigentlich sich nach oben shutteln zu lassen da er noch einige Fahrten offen hatte. (Im Wald kann man sich von bestimmten Positionen mit dem Fahrrad nach oben fahren lassen) Am Shuttlepunkt war dann aber weit und breit nichts von einem Bus zu sehen. Nach einem kurzen Telefonat hatte sich das mit der einfachen Art nach oben zu kommen erledigt. Der Shuttlebetrieb startet 13:30 Uhr, es war zehn Uhr morgens oder so. Also aus eigener Kraft hoch zum höchsten Punk des Waldes. Ich gehe mal nicht weiter auf die kletterei ein.

Oben angekommen wurden wir mit einem majestätischen Ausblick auf einen Sendemasten belohnt. Es ist zwar der höchste Punkt aber man kann nicht wirklich etwas sehen, was schon schade ist. Als Trost dachte ich mir zumindest kann es ja von hier aus fast nur noch nach unten gehen. Sagt zumindest die Logik. Das diese nicht immer so logisch ist wie es der Wortlaut suggeriert beweist der erste Trail. (Tuhoto Ariki) Nach vielleicht 10 Tiefenmetern durch sehr wurzeliges Gelände ging es gefühlt wieder 20 Höhenmeter hoch, und dann nochmal. Das ganze durch immernoch von Wurzeln durchzogenes Geläuf. Ich dachte mir nur noch 'momentmal, was passiert hier???' Das Ganz zieht natürlich nochmal einiges an Energie aus den Beinen. Die aber eigentlich schon nicht mehr wirklich vorhanden war. Bei Dominik lief es besser :) Aber es ist trotzdem cool neue Strecken zu sehen, vor allem auch etwas technischere wie diese. Zum Schluss ging es dann doch etwas bergab :) Danach dachte ich eigentlich ich lasse es gut sein aber Dominik hat mich davon überzeugt doch noch den anderen Trail zu fahren. Te Ahi Manawa war der Name, nicht das es eine Rolle spielen würde. Aber das war eine andere Hausnummer. Mein erster Trail mit Grade 5 und ich würde behaupten die hat er verdient. Dominik war wirklich gut das muss man so sagen. Für die erste Fahrt mit meinem neuen Fahrrad war das schon echt nicht ohne, aber ich bin halbwegs stolz durchgekommen zu sein wenn auch nicht so schnell wie er. Im nachhienein meinte er das er die Strecke von einem Enduro-Rennen wiedererkannt haben will. Vom Schwierigkeitsgrad würde es hinkommen.

Unten angekommen wurden wir mit einem majestätischen Anblick eines ruhig daliegenden Sees belohnt :P Green Lake um genau zu sein. Dominik meinte dann wir müssen ein paar Bilder machen. Danke dafür :)

Irgendwann muss es einfach mal was werden mit den Wheelies :P Beim Weg zurück

Donnerstag (14.12.) habe ich es auf der Arbeit schon deutlich gespürt das gestern, etwas (zu) viel war. Wobei es aber echt gut war, nichtmal Adam und Max von der Arbeit kannten den Trail. Da die beiden hauptsächlich in der Werkstatt gearbeitet haben war für mich da nicht so wirklich Platz. Zumindest zu Beginn. Also habe ich wieder Aufkleber auf Sachen geklebt. Wozu man auch 'Waren mit einem Strichcode versehen' sagen könnte... was aber wieder zu professionell klingt...

Später habe ich dann noch den Weihnachtsbaum geschmückt. Nichtmal hier komme ich da drumherum!! :P

Am Abend ging es natürlich wieder kurz auf den Markt :)

Am Freitag (15.12.) war außer Adam, Max und mir noch Eric da. Eric und ich haben hauptsächlich Fahrräder aufgebaut. Im Moment werden nämlich mehr verkauft als welche montiert werden können was dazu führt das es im Laden einige leere Stellen gibt.

Nach der Arbeit haben wir uns alle bei 'Driftkartz' in Rotorua getroffen. So eine Art Weihnachtsfeier/Betriebsausflug. William, Alex (seine Freundin), Douglas, Max, Adam, Eric und ich. Die Strecke war irgendwie kleiner als ich sie erwartet habe. Wir sind in zwei Gruppen gefahren. Einmal drei Leute, einmal vier. Die besten haben dann ein Finale gefahren. Der Boden in der Halle ist spiegelglatt und die Reifen der Karts extrahart was dazu führt das man eigentlich immer quer fährt. Was natürlich von sich aus schon witzig ist :) Mit ein paar Leuten natürlich umso mehr :) Danach ging es noch zu William nach Hause wo es Barbeque gab. Das war natürlich schon mal nicht schlecht :) Das Wetter ist halt wie gemacht für soetwas. Max hat Eric, Douglas und mich dann in seinem (Twinturbo) S4 wieder zurück in die Stadt mitgenommen. Er hat ein paar Sachen an dem Auto gemacht, unter anderem eben größere Lader. Was natürlich zu einem großen Turboloch führt. (Stichwort Boost Loading :P ) So ab  4000 Umdrehungen wird dann aber allmählich Ladedruck aufgebaut und man wird ein wenig in den Sitz gedrückt später immer stärker und stärker, bis mit dem schalten alles von vorne beginnt :)

Auf der Rückfahrt kamen wir auch an einigen Häusern mit Weihnachtsbeleuchtung vorbei, was am Abend schon nicht schlecht ausgesehen hat. Nur bei diesen Temperaturen wirkt das einfach nicht richtig.

Samstag (16.12.) war bis jetzt der stressigste Tag überhaupt. Eric und ich hatten es im Laufe der Woche gerade so geschafft die Reihen der Kinderbikes wieder etwas aufzufüllen. Aber am Ende des Tages sah es wieder so aus wie vorher wenn nicht schlimmer. Nach der Arbeit wollte ich eigentlich eine kleine Runde fahren doch ich habe mich irgenwie überhaupt nicht gut gefühlt, eigentlich den ganzen Tag schon. Nur an so einem Tag muss man abliefern ob man will oder nicht. Ich habe dann etwas gegessen und war ziemlich fix und fertig. Das war echt komisch. Das Gute war aber das ich das Zimmer für mich alleine hatte.

Sonntag (17.12.) ging es mir etwas besser, nur so richtig gut habe ich mich trotzdem nicht gefühlt. Auf der Arbeit war gleich nach öffnen der Tür wieder einiges los. Weihnachten eben. Oder besser hier ist es ja Weihnachten UND das Sommergeschäft.

Normalerweise fahre ich Sonntags immer eine Runde da nach der Arbeit etwas mehr Zeit ist als unter der Woche. Aber ich habe es lieber gelassen. Obwohl ich echt gerne gefahren wäre.

Montag (18.12.) war es dann zur Abwechslung mal etwas ruhiger. Außerdem bin ich da für die Werkstattarbeiten zuständig da Max und Adam nicht da sind, was mir einfach besser liegt als verkaufen. Um es ehrlicherweise zuzugeben. Wobei es aber schon besser geworden ist und ich komme mit den Leuten besser ins Gespräch. Nach der Arbeit habe ich es wieder etwas ruhig angehen lassen. Ach ja, und bei einem Gespräch mit William meinte er das dieses Jahr besonders viel los sei.

Am Dienstag (19.12.) wollte ich dann schon mal wieder fahren. Nachdem ich wieder die obligatorischen Dinge erledigt hatte wie Einkaufen zum Beispiel und auch versucht habe mit dem Blog etwas aufzuholen bin ich wieder in den Wald. Aus der Stadt führt halt eine Straße (die Fenton Street) 3km lang schnurgerade und komplett eben in Richtung Wald, nur unterbrochen von ein paar Kreisverkehren. Was bei einem so hügeligen Land schon irgendwie ungewöhnlich ist. Aber auch das Layout des Stadtzentrums könnte von einem dreijährigen sein den man gesagt hat 'hey hilf mir mal!' und er hat daraufhin die Linien seines karrierten Blocks nachgezogen. Vieles ist halt einfach gerade bzw. im 90° Winkel. (natürlich nicht alles)

Zurück zum Wald, nachdem mich Adam und Max gefragt haben ob ich 'Box of Birds' schon gefahren bin, wollte ich die Strecke mal probieren. William meinte die sei haupsächlich steil. Der Anfang und das Ende sind relativ spaßig und locker zu fahren aber im Mittelteil wechselte mein Gesichtsausdruck von glücklich auf konzentriert/angespannt. Es ist jetzt nicht überaus anspruchsvoll aber man sollte wissen was man macht. Es ist steil und am Vortag hatte es geregnet. Das coole war ich habe die Strecke wiedererkannt von dem Endurorennen während ich noch auf Jobsuche war. Ganz so rutschig war es aber zum Glück nicht. [und über den Stamm an dem alle hängen geblieben sind bin ich auch nicht drüber gekommen] Am Ende von 'Box of Birds' kann man mit 'As you do' einem Uphill-Trail wieder nach oben. Die vielen Wurzeln machen das aber nicht ganz so einfach, aber man fühlt sich wie im Dschungel :) Dort wurde (noch ?) nicht abgeholzt und Nadelholz angepflanzt.

obligatorisches 'Rückseite vom Lenker'-Foto :P Es ist viel höher und steiler als es aussieht... Warum Flipflops oder besser 'Jandals' am Baum, keine Ahnung.. Echte Natur :) ...kleiner Vorgeschmack...

Wieder oben angekommen bin ich die Strecke die ich schon einmal gefahren bin wieder runter. (der obere Teil von 'Corridor' - 'Tokorangi' - 'Turkish Delight', eine schöne Kombination :) Danach bin ich noch 'Down the Guts' runter der dierek bei den ganzen 'Challenge Trails' ist. Der ist Grade 4, macht aber nicht wirklich Spaß. Aber wieder einer auf meiner Liste erledigt :P Auf dem Schotterweg heimwärts wurde ich dann noch nichtsahend von einem Vogel angegriffen. Der ist aber chancenlos von meinem Mavichelm abgeprallt :P Aber im Ernst am nächsten Tag habe ich ein Warnschild gesehen das darauf hinweist das die Vögel ihr Nest beschützen und Fahrradfahrer angreifen, Wanderer sollen eine Umleitung nehmen und eine Kopfbedeckung tragen. (Ob es nicht sinnvoller wäre wenn alle den anderen Weg benutzen würden?)

Mittwoch (20.12.) habe ich morgens auch hierfür wieder einiges geschrieben. Nachmittag bin ich wieder eine kleine Runde gefahren, besser gesagt dahingerollert, für mehr reichte es nicht. Auf dem Schotterweg habe ich meinen Kopf vorsichtshalber schon mal eingezogen, zwecks der Vögel. Im Wald bin ich dann einige Trails zum ersten mal gefahren 'Bunny Jugs' 1 und 2, mit 'Sweet 'N' Sour' ging es wieder zurück zum Startpunkt, von da bin ich noch 'Dragons Tail' gefahren. Für die meisten ist es warscheinlich ziemlich uninteressant was ich hier so zusammenfahre, aber für diejenigen die es interessiert: alle Trails sind auf der App 'Trailforks'.

Außerdem habe ich mir mal wieder etwas Zeit zum fotografieren genommen :)

Endlich :) Die Farbe hat einfach was :)

Donnerstag (21.12.) war vor der Arbeit etwas verwirrend, in meinem 'Roster' (wie ein Stundenplan, nur für die Arbeitszeiten) stand der ganz normale Arbeitsbeginn von 8:30 Uhr geschrieben. Auf dem Schild mit den Öffnungszeiten für die Weihnachtszeit stand aber 9:00 Uhr. Für die Tage bis Weihnachten haben wir länger geöffnet. Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 9 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 18 Uhr.

Ich bin dann trotzdem auf 8:30 zur Arbeit, was gut war denn die anderen sind auch nicht später gekommen. Also Adam und Max. William und Eric kamen gegen 10:30 Uhr, da sie bis um acht bleiben. Allerdings habe ich dann auf dem neuen Roster gesehen das ich eigentlich auch erst um 10:30 anfangen hätte müssen. Die Zeiten wurden wohl in den Tagen geändert an denen ich frei hatte, aber mir hat keiner Bescheid gegeben. William hat mich gefragt ob ich trotzdem bis 20 Uhr arbeiten will. Naja wollen wäre das falsche Wort. Ich bin dann trotzdem geblieben, ich hatte ja Zeit und Geld kann ich auch gebrauchen. Aber das war schon ein langer Tag. Immerhin war es Abends ruhig.

Nach der Arbeit bin ich mit Eric noch kurz auf den Markt und in den Pack'N'Save. So um kurz nach neun war ich dann im Hostel. Da habe ich die Müdigkeit schon ziemlich gemerkt.

Freitag (22.12.) musste ich dann wirklich früh gleich anfangen. Da wurde es ziemlich schnell relativ stressig, bis um 10:30 Uhr noch Max und Adam dazukamen war ich mit Adam alleine im Laden und bis Weihnachten sind es halt noch ein paar Tage. Danach wird es vielleicht etwas ruhiger.

 

 Ein paar Worte zu den Trails.

Das wird für die meisten nicht interessant sein, aber dennoch muss ich kurz darauf eingehen. Die Trails sind halt hier alle in dem einen Wald was dazu führt das sich das ganze Geschehen hier konzentriert. Aber man muss halt auch immer so 15 / 20 min für die Fahrt hin und zurück einplanen. Das ist bei mir Daheim schon etwas anders, da bin ich halt in einer Minute im Wald wenn es drauf ankommt :P Aber die Strecken sind wirklich MEGA gut!!! Selbst Uphill Trails sind so angelegt das man Spaß hat. Der Boden ist meistens glatt und griffig. Auf den technischen Trails hat man schon einige Wurzeln und Steine wenn man das will aber ansonsten gibt es einfach sehr viele Trails die mit viel Flow durch den Wald führen. Teilweise gibt es bei fast jeder Kurve Anlieger was mit dem griffigen Boden dazu führt das man sehr einfach sehr schnell fahren kann, das wiederum führt zu einem breiten Grinsen im Gesicht :) Andere Strecken sind wiederum etwas breiter da sie in einem Bereich angelegt wurden der erst abgeholzt wurde, diese sind am ehesten mit einem Bikepark zu vergleichen würde ich sagen. Breit, schnell und mit einigen Sprüngen. Letztere sind aber so gut angelegt das man auch als Anfänger keine Probleme hat. Wenn man sich an Strecken mit mittlerem Schwierigkeitsgrad hält. Das sollte aber nicht so schwer sein da jeder Trail am Anfang ein Schild mit dem Namen, Schwierigkeitsgrad und der Länge hat. Die Ausgänge sind auch markiert, man kann also nicht falsch fahren. Außerdem gibt es Wege nur für Wanderer sowie nur für Mountainbiker was Konflikte von vornherein verhindert. Wobei Fahrradfahrer hier viel mehr akzeptiert sind. Die Bilder so als Beispiel für die Kennzeichnung der Trails.

So viele Möglichkeiten...

Soviel dazu, man könnte bestimmt noch einiges sagen...

Wochenrückblick

Montag, 27.11.2017

Donnerstag (23.11.)

Nachdem ich  die letzten zwei Tage frei hatte musste ich heute wieder arbeiten. Es war relativ ruhig, aus Verkäufersicht ist das natürlich nicht so gut, aber ich finde das nicht so schlecht wenn es nicht ganz so stressig ist. (und ich sehe mich auch nicht als Verkäufer :P ) Es war halt ein guter Mix aus Fahrräder aufbauen, Werkstattarbeiten und mit Kunden reden..  Nach der Arbeit bin ich dann wieder auf den Markt :) Das ist schon immer so ein kleines Highlight.

Freitag (24.11.) habe ich mit Adam und Douglas zusammengearbeitet, da Will der Manager heute seinen freien Tag hat. Am Morgen kam mit der Spedition eine kleine Ladung 'Lapierres', unter anderem auch ein Zesty 527 Ultimate. Das sich Adam dann gleich geschnappt und zusammengebaut hat. Das war zwar nicht eilig oder so aber er hatte halt Lust drauf :P Ansonsten war es recht unterschiedlich mal stressig mal etwas ruhiger, aber wie Freitag hat es sich auf jeden Fall nicht angefühlt da ich erst Dienstag wieder frei habe. Es ist schon komisch mit was für Leuten man da manchmal zu tun hat...

Der Samstag (25.11.) hätte besser beginnen können. Nachdem die Fünfergruppe Deutsche, die die letzten paar Tage in 'meinem' Zimmer waren abgereist sind und bis gestern Abend sonst niemand in meinem Zimmer war dachte ich schon ich habe das Zimmer für mich alleine. Zu früh gefreut! Später hatte ich gesehen das noch jemand im Zimmer war da Gepäck da war. Immernoch nicht so schlecht dachte ich. Aber der Typ war dann schon irgendwie nerviger und lauter als die Fünfergruppe, vor allem sein schnarchen. Den Rest lasse ich mal unerwähnt...

Auf der Arbeit war es dann ziemlich stressig, was aber für einen Samstag nicht ganz unerwarted war. Das Gute daran ist das die Zeit wenigstens schnell rum geht. Nach der Arbeit bin ich wieder mit dem Fahrrad kurz auf die Trails, aber das war echt nur eine kleine Runde da ich von dem Tag schon etwas fertig war. Immerhin ist es ein guter Ausgleich :)

Am Sonntagmorgen (26.11.) nach einer weiteren Nacht mit dem selben Zimmergenossen habe ich schell meine Wäsche gewaschen und aufgehängt bevor es wieder auf die Arbeit ging. Es war nicht ganz so stressig wie Samstag aber dennoch war einiges los. Sonntag ist ein relativ kurzer Arbeitstag, das ist einerseits gut da man etwas mehr Freizeit hat, andererseits nicht so gut da ich ja nach Stunden bezahlt werde. Nach getaner Arbeit habe ich mir wieder ein Fahrrad geliehen und bin in den Wald :) Heute wollte ich eine etwas größere Tour machen. Dafür musste ich im Wald auf den staubigen Schotterwegen aber erst mal ein paar Höhenmeter machen. (Was mit dem Kona nicht ganz so angenehm ist) Gerade als ich so einen moderaten Hügel hochpedaliert bin und mir dachte 'hey das läuf ja nicht mal so schlecht' kahm von hinten jemand geradezu angeflogen. Ich dachte mir nur 'bitte lass es ein e-Bike sein! (das muss ein e-Bike sein'....

...nein, es war kein e-Bike. Als er dann berauf wohlgemerkt, mit einer Staubfahne an mir vorbeigezischt ist konnte ich einen kurzen Blick auf sein türkisblaues Yeti erhaschen. Natürlich war sein Klamottenkit perfekt an sein Gefährt angepasst. Das muss natürlich alles abgstimmt sein, sonst macht das alles keinen Sinn :P Aber es ist schon Wahnsinn wie viele Leute sich hier solche oder ähnliche Fahrräder leisten. Einen Tick später :P bin auch ich oben angekommen. Runter ging es dann auf Tokorangi. (es hat wirklich jeder Trail einen Namen) Das hat echt Spaß gemacht, es ist einfach eine Strecke zum genießen. Der Trail führt kurvenreich und mit Anliegern gespickt durch den Wald einige kleinere Sprünge sind dabei. Aber der Schwierigkeitsgrad ist nicht so hoch, das heißt man kann es laufen lassen :) Danach geht der Trail auf 'Turkish Delight' weiter. Dieser Abschnitt hat mich etwas an Zuhause erinnert. Viele Wurzeln, Steine und loses Geröll, außerdem keine Anlieger. Aber auch echt cool zu fahren :) Zum Schluss bin ich noch 'New Exit' gefahren. Den bin ich davor schon mal gefahren, der macht auch echt Spaß und er hat mich ein bisschen an die eine Strecke in Osternohe  erinnert, aber nur ein bisschen.

Die Nacht auf Montag (27.11.) war dann echt eine schöne Abwechslung, da ich das Zimmer komplett für mich alleine hatte :) Auf der Arbeit war es dann auch ganz gut. Es gab ein paar interessantere Sachen zu tun. Ich habe die Bremsflüssigkeit und die Kette an einem Kona gewechselt und an einem Rennrad gearbeitet. Außerdem gab es natürlich noch andere Arbeiten zu tun. Auch mit den Kunden lief es heute ganz gut :) Ein deutscher wollte wieder ein Fahrrad mieten und hat nach mir gefragt. Warscheinlich haben die vom Hostel wieder meinen Namen gegeben. Später beim Abendessen habe ich ihn wiedergetroffen und mich etwas mit ihm unterhalten. Außderdem sind heute ein paar andere Leute in mein Zimmer gekommen, die aber alle echt sehr nett waren.

Dienstag (28.11.) hatte ich frei. Am Vormittag habe ich ein paar Kleinigkeiten erledigt bevor ich mir wieder ein Fahrrad ausgeliehen habe. Wieder das Kona. Will hatte mir 'Billy T' empfohlen, er meinte das ist ein klassischer Downhilltrack. Das heißt aber auch das man vorher den Berg hoch muss was mit dem Kona halt wirklich harte Arbeit ist. Ich will mich eigentlich nicht beschweren, es ist echt super das ich die Mieträder mitbenutzen kann, nur mit meinem Spectral wäre ich warscheinlich doppelt so schnell oben gewesen. (das ist nicht übertrieben) Zuerst ging es sehr lange eine verdammt staubige Schotterpiste hinauf.

Auf dem Mountainbiker - Parkplatz :) Der Ausblick bevor es auf 'Frontal Lobotomy' weiter nach oben ging. Leider kommt es auf dem Bild nicht so rüber wie in echt. (Aber man sieht die Abgeholzten und wiederaufgeforsteten Flächen)

Die Höhenmeter hätten eigentlich schon gereicht dachte ich, danach ging es aber noch auf einem Trail 'Frontal Lobotomy' noch einmal höher hinauf, mit jeder Spitzkehre wieder ein paar Höhenmeter...      Eigentlich ein wirklich cooler Uphill Trail, aber mit dem Fahrrad echt hart. Als das geschafft war dachte ich jetzt geht es in den Downhill. Wieder falsch gedacht, es wartete nochmal eine halbwegs steile Rampe auf mich. Die hat mir dann den Rest gegeben...   'Billy T' ist schon ein cooler Trail, anspruchsvoller als die meisten bisher. Meistens schnell, mit einigen technischen Abschnitten und vielen kleineren und mittleren Drops. Bergab ist das Kona echt in seinem Element, die 150mm Federweg fühlen sich nach mehr an und man kann bei den meisten ruppigen Abschnitten 'einfach reinhalten' (getreu nach dem Motto: 'don't be gentle it's a rental' :P [das ist natürlich nur Spaß, ich schaue schon das nichts kaputt geht]) Die Krönung war aber ein RIESEN Drop zum Schluss, sowas habe ich noch nicht gesehen, der war verdammt hoch.

Im Anschluss bin ich noch 'Rollercoaster' und 'Chop Suey' gefahren. Die sind auch echt gut (wie zugegebenerweise alle bis jetzt) Nur es hat mir einfach in den Beinen gefehlt um sie richtig zu genießen. Danach bin ich den selben Weg wieder zurück wie ich gekommen war. Der eine Trail am Fluss entlang ist zwar nur 'Grade 1' oder so, also sehr einfach, gefällt mir aber sehr gut weil man sich am Wasser ständig unter solchen Farnen/Palmen (was auch immer) durchschlängelt :)

Der 'einfache Trail' am Fluss entlang. Nochmal am Fluss entlang.. Kurz vor dem Mountainbikerparkplatz steht diese coole Schnitzerei. (allgemein kann man solche traditionellen Holzarbeiten öfters sehen) [zufrieden? :P]

 Am Mittwochmorgen (29.11.) war ich etwas in der Innenstadt. (wenn man das überhaupt so nennen kann, wohl eher nicht) Außerdem habe ich die Zulassung für mein Auto erneuert. Das ist halt überhaupt kein Ding, ich bin zum AA (ADAC hier) man kann aber auch auf das Postamt, sagt einfach für welchen Zeitraum man die Zulassung haben will und bezahlt. Zwei Minuten, mit Wartezeit, fertig.

Danach habe ich mir wieder das Kona geliehen. Ja, schon wieder :P Aber solange ich kein eigenes Fahrrad habe muss ich das einfach nutzen. Bei der Fahrt von der Stadt zum Wald habe ich schon gemerkt das heute keine große Runde drin ist, ich bin dann etwas in dem Teil des Waldes geblieben der am einfachsten zu erreichen ist. Dort bin ich ein paar einfachere Trails gefahren. ('Challenge Uphill' und 'Challenge') Zum Schluss bin ich dann noch einen Trail mit etwas höherem Schwierigkeitsgrad gefahren. ('Rosebank' Grade 4) Der war ganz cool, 'Challenge' ist eher schnell und führt durch eher offenes Gelände, 'Rosebank' dagegen ist ein Trail im Wald bei dem sich Bergauf und Bergab Passagen durch oft wurzeliges Gelände abwechseln.

Als ich das Fahrrad wieder zurück gebracht habe meinte Will unter anderem so 'so langsam kennst du alle Trails...' Und ich dachet mir so, das war der Plan :) 

Abends hat es dann nachdem es echt längere Zeit jeden Tag ganz schön war ziemlich geschüttet und gewittert.

Donnerstag musste ich wieder Arbeiten. Meine Arbeit bestand heute hauptsächlich daraus Fahrrädern zu montieren. Da Adam sich um die Reperaturaufträge gekümmert hat. Zwischendurch musste ich mich natürlich auch um Kunden kümmern. Nach der Arbeit hatte ich mich schon gefreut wieder auf den Markt zu gehen, nur leider musste ich feststellen das der heute nicht war...      vielleicht wegen dem Wetter, es hatte am Nachmittag wieder ziemlich geschüttet, das wäre meine Vermutung.

 

Aber vielleicht mal so allgemein...

Es ist schon irgendwie alles etwas so ein Alltag geworden, im Vergleich zum 'rumgereise'. Wenn man es denn 'Alltag' nennen kann auf der anderen Seite der Welt im Sommer wenn doch eigentlich Winter ist einen Job zu machen den man eigentlich noch nicht gemacht hat...usw...               ...naja 'no worries' würden die hier sagen :P

Aber es ist schon ein bisschen Routine eingekehrt in Bezug auf das ganze Leben hier. Arbeiten, einkaufen kochen...

3. Mal auf den Trails

Freitag, 24.11.2017

Mittwoch (22.11.) habe ich am Morgen einen 'kleinen' Großeinkauf im Pack'N'Save gemacht um erstmal alles nötige zu haben wenn ich dann die nächsten Tage wieder arbeiten muss. Nicht spektakulär aber das gehört halt auch alles dazu. Danach bin ich wieder in den Shop und habe mir wieder ein Fahrrad gemietet. Diesesmal wieder das Kona Precept 150 mit absenkbarer Sattelstütze, das zieht einem mit seinem Hinterbau, Reifen und Gewicht die Beine leer wie ein Vampir, aber ich wollte ein paar anspruchsvollere Trails als gestern mit dem Hardtail fahren. Nicht das die nicht gut waren aber etwas fordernder dürfen sie schon sein :) Nach dem Mittagessen bin ich dann los in den Wald. Will hat mit den Trail 'Gunna Gotta' empfohlen, dafür muss man aber erstmal im Wald einiges bergauf fahren um zum Start zu kommen. Das lief ganz ok, im Vergleich zu Sonntag ganz gut, nur die Stärken des Kona liegen deutlich im Downhill. Die Strecke war dann schon ganz cool, auf jeden Fall anspruchsvoller als gestern und ich finde auch Sonntag. Einige Drops tauchen einfach aus dem Nichts auf. (liegt natürlich auch daran das ich die Strecke nicht kenne) Und auch das Gelände und die Linienwahl erfordern etwas mehr Einsatz. Ich habe mir etwas (Untertreibung) mein Fahrrad von Zuhause gewüscht, es wäre zwar Bergab nicht so souverän, aber dafür klettert es deutlich besser und man kann in Gegenanstiegen und flachen Abschnitten die Geschwindigkeit mitnehmen statt sie komplett zu verlieren...      ...Aber der gravierendste Unterschied wären wohl die Bremsen. Die sind nämlich hier vertauscht. Links ist Hinten und Rechts ist Vorne. Das ist verdammt irritierend und auch eigentlich ein bisschen Gefährlich, hat aber bis jetzt ganz gut geklappt :) Nach noch ein paar anderen Trailabschnitten bin ich wieder zurück.

Eine andere Sache die mir aufgefallen ist, das einige Abschnitte im Wald komplett abgeholzt werden. Und mit komplett meine ich da bleibt kein Stein auf dem anderen. Diese Bereiche werden zwar wieder angepflanzt, mit schnellwachsenden Nadelbäumen. In ein paar Jahren werden die dann wieder abgeholzt. Die Bereiche mit den Redwoods bleiben zwar unangetastet aber das ist schon nicht die schönste Art mit der Umwelt umzugehen.

2. mal Mountainbiken

Donnerstag, 23.11.2017

Dienstag (21.11.) hatte ich wieder frei. Das Wetter war top (blauer Himmel, Sonnenschein, um die 20°) also habe ich mir wieder ein Fahrrad geliehen. Dieses mar ein Hardtail. (das erste mal das ich Hardtail fahre seit 12, 13 Jahren oder so...) Vormittags bin ich nur so etwas herumgefahren, am See und dann zu einer ziemlich professionellen BMX Strecke. Nebendran war auch noch ein kleiner Pumptrack und eine Strecke für Dirtjumper. Dort bin ich dann etwas herumgefahren bevor ich mir etwas zu Mittag gemacht habe und Richtung Redwoodforrest aufgebrochen bin. Dort bin ich dann verschiedene, aber eher einfachere Trails gefahren. [2xTahi, 2xThe Dipper, 1xCreek, und noch irgendwas mit 'Uphill'] Das war ein gutes Training, um wieder fit zu werden. The Dipper macht auch mit einem Hardtail richtig Spaß da die Oberfläche des Trails hauptsächlich richtig glatt ist. Außerdem gibt es viele Anlieger aus denen man viel Geschwindigkeit für die Sprünge mitnehmen kann :) Nach ein paar Stunden im Wald bin ich dann wieder zurück in die Stadt. Ich hatte etwas Bedenken wegen dem Hardtail aber es lief alles in allem echt gut.

Montag auf der Arbeit

Donnerstag, 23.11.2017

Montag (20.11.) musste ich wieder arbeiten. Heute war nur Douglas und ich im Shop. Könnte also stressig werden...      ...und wurde es dann auch. Es waren relativ viele kleine Reperaturaufträge, die ich dann zu erledigen hatte. Denn das witzige war, am Samstag bei dem Meeting hatte Will zu Douglas gesagt: Du gehst auf keinen Fall in die Werkstatt! :P Scheinbar ist er als Mechaniker nicht ganz so kompetent. Also war ich an dem Tag mehr oder weniger Chefmechaniker :P Und das nach einer Woche! Naja, auf jeden Fall lief es ganz gut dafür das wir nur zu zweit waren. Vormittags kahm dann auch noch jemand der seine Laufräder auf Tubeless umrüsten lassen wollte, und zwar schnellstmöglich. Douglas hat mich dann gefragt ob ich das schon einmal gemacht habe. Hatte ich eigentlich noch nicht aber in Theorie sollte es kein Problem sein dachte ich mir also habe ich dem Kunden gesagt er soll sein Rad vorbeibringen. Wie es dann da war und ich die anderen Sachen abgearbeitet hatte habe ich mich ans werk gemacht. Ich habe mir zwar schon etwas gedacht 'Ist das so clever, das einfach zu machen das erste mal und ohne Hilfe?' aber es lief eigentlich reibungslos. Beide Reifen saßen super auf der Felge, der Hinterreifen hatte zwar zwei Durchstiche, die wurden aber vom Dichtmittel ziemlich schnell, naja, abgedichtet halt. Der Kunde war auch happy und am Nachmittag wurde es etwas ruhiger. An sich kein schlechter Arbeitstag :)

Das erste mal Mountainbiken in den Redwoods

Mittwoch, 22.11.2017

Am Sonntag (19.11.) war mein erster freier Tag, also wollte ich mit dem Mietrad natürlich in den Wald und auf die Trails. Morgens sah es aber erstmal nicht so gut aus, es hat geregnet. Deswegen habe ich ein paar andere Sachen erledigt. Gegen Mittag hat es dann aber aufgehört. Am Nachmittag habe ich mich dann fertig gemacht und bin mit dem Fahrrad zum MTB-Parkplatz gefahren. Dort wollte ich mich mit den anderen treffen. Jeden Sonntag fahren die Leute vom Shop nämlich miteinander und mit Kunden. Allerdings war es dann aber nur Will, Eric (der andere Deutsche der die Woche probegearbeitet hat) und ich.

Also rein in den Wald, Will kennt sich natülich bestens aus und hat eine Route vorgeschlagen. ('Split Enz') Auf den ersten Metern bekommt man schon mal einen Eindruck vom Untergrund. Sehr cool zu fahren, und im Wald gefällt es mir sowieso super gut. Der Weg schlängelte sich vorbei an den Bäumen und durch das Gelände. Die Umgebung wechselt ständig und ist Abwechslungsreich. Die Wege am Anfang machen sogar beim Berghochfahren Spaß. Wobei, das sollte ich vielleicht nicht sagen. Am Anfang konnte ich noch etwas an Will dranbleiben aber dann sehr schnell nicht mehr...  Ich wusste das mein Fitnesslevel im Moment zu wünschen übrig lässt aber das es so schlimm ist hätte ich nicht erwartet. Irgendwie bin ich dann auch am höchsten Punkt der Strecke die Will ausgesucht hat angekommen, aber elegant war das nicht. (ganz und gar nicht) Es war der zweithöchste Punkt des Waldes, der Ausblick war dementsprechend gigantisch. Der erste Teil der Abfahrt führte durch eher offenes Gelände und man konnte es eigentlich fast immer laufen lassen, die Strecke ist einfach mega  gut gebaut. (Anlieger, Sprünge, Flow, griffiger Boden, alles Top) Dann ging es rein in den Wald, dadurch fühlt es sich noch schneller an.

Erste Arbeitswoche

Montag, 13.11.2017

Da ich schon länger nichts mehr geschrieben hatte gibt es jetzt mal wieder einen Eintrag. Es ist zwar mit der Arbeit so das ich natürlich nicht so viel Freizeit habe wie sonst aber das war eher nicht der Grund warum es etwas nachgelassen hat.

Es ist in diesem Fall relativ viel Text und wenig Bilder aber das ist halt so.

Am Montag (13.11.) war es also soweit. Der erste Arbeitstag. Ich musste erst etwas später zur Arbeit kommen da morgens noch ein Paar Sachen mit dem Vertrag erledigt werden mussten. Ich habe dann letztendlich so um zehn Uhr angefangt zu arbeiten. Will der Manager hat mich dann erstmal herumgführt und mir alles gezeigt und danach habe ich eigentlich gleich begonnen Fahrräder fertig aufzubauen und einzustellen. Also man kann sich das so vorstellen das die Fahrräder normalerweise vormontiert sind und aber noch der Lenker, Sattel, Räder und Sonstige Kleinigkeiten montiert werden müssen und natürlich eingestellt (die Schaltung zum Beispiel) wenn man sie aus dem Versandkarton nimmt. Ich hatte gehofft das der 'Mountainbikeanteil' etwas größer wäre aber am ersten Tag waren es eigentlich nur Kinderräder. Unter anderem war auch eines dabei das warscheinlich nur aus einem Grund Stützräder hatte...     ....und zwar damit es vor lauter Kitsch nicht umfällt :P Es war so ein kleines 12 Zoll Kinderfahrrad, Farbschema Rosa & Weiß. Rosa Rahmen im Feendekor abgerundet von Weißen Griffen und Reifen und Achtung, einem Weißen Flechtkorb am Lenker. Kurz gesagt 'a Daddys Girls Dream' :P

Schon komisch wie das Leben manchmal so spielt...

Das beste war aber wie mich eine Kundin genau bei solchen Fahrrädern gefragt hat warum das eine 200$ und das andere 130$ oder so kostet wobei sie doch so gleich aussehen und ich mir gedacht habe:'gute Frau...          ...ich sehe die Fahrräder gerade zum ersten mal, ich habe keine Ahnung..:P ' Das habe ich ihr natürlich nicht gesagt, ich habe ihr halt die Unterschiede erläutert die wirklich offensichtlich waren und Ihr  versucht so gut es geht weiterzuhelfen. Aber abgesehen davon lief es für den ersten Tag nicht so schlecht würde ich sagen :)

Dienstag (14.11.) war ich mit Will, dem Manager alleine im Laden, da der andere Mitarbeiter heute in der Schule ist und die anderen zwei die eigentlich auch hier arbeiten beide verletzt sind. Könnte als stressig werden…    Aber am Morgen war es noch relativ ruhig, ich habe Fahrräder aufgebaut und ab und zu mit Kunden geredet als auch ein paar Sachen verkauft. Das Gute ist das die Leute hier einfach sehr nett und geduldig sind, naja die meisten zumindest. Ich hatte dann einen Anruf entgegengenommen und da war eine Frau am Telefon die, sagen wir, etwas schwer zu verstehen war zum einen weil Sie einfach sehr schnell und undeutlich gesprochen hat, zum anderen weil es geklungen hat als würde Sie in der Mitte einer Achtspurigen Autobahn stehen. Naja egal auf jeden Fall war ihr Geduldsfaden nicht sehr dick und nachdem ich zwei, drei mal nachfragen musste hat Sie nur noch MANAGER MANAGER MANAGER! ins Telefon geschrien.  Wenn Sie einfach mal deutlich gesagt hat was Sie will anstatt drum herum zu reden wäre es wahrscheinlich kein Problem gewesen. Aber solche Leute gibt es hier zum Glück weniger. Eine andere Kundin war dann wieder das genaue Gegenteil. Sie einfach nur Mega nett, freundlich und geduldig. Sie hat auch etwas mit mir geredet als ich in der Werkstatt gearbeitet habe und beim rausgehen hat Sie sich nicht nur vom Will verabschiedet sondern auch zu mir 'tschüss' gesagt, obwohl ich gerade voll in meine Arbeit vertieft war. (Sie hat echt wirklich tschüss gesagt, also das deutsche.. das hat mich in dem Moment echt Überrascht :P)  Ansonsten war es ähnlich zum ersten Tag, Fahrräder aufbauen... sich mit den Sachen vertraut machen.

Mittwoch (15.11.) fast schon Routine, naja nicht ganz :P Aber wieder Fahrräder aufbauen und auch verpacken, da hier viele Fahrräder zwischen den vielen Filialen im Land hin und her geschickt werden. Wenn zum Beispiel ein Kunde in Auckland ein Fahrrad möchte das hier in Rotorua im Laden steht. Außerdem war am Morgen Victor, der Manager ALLER Filialen da. Der hat sich dann gleich mal mit Vornamen vorgestellt und wollte mir einen Kaffee holen. Das ist hier schon alles etwas lockerer. Von seinem Kleidungsstil würde man das halt nicht vermuten alles ganz normal T-shirt und Jeans. Das witzige war das diese Woche auch ein Inder zum 'Probearbeiten' da war, so ähnlich wie bei mir nur das er hauptsächlich im Verkauf arbeiten sollte, bzw. sich versuchen sollte und er war halt hier in Lackschuhen, Anzughose, Hemd und Weste. Ich dachte mir dann so 'verdammt war ich underdresst?' Ne, der war Overdressed... :P  Später durfte ich dann das erste wirklich gute Fahrrad aufbauen, ein Lapierre Zesty 827 mit Carbonrahmen und Rädern und Sram Eagle in Schwarz Glanz und Matt. Kostenpunkt ist allerdings auch 7000$ [ich sage nur how to be a mountainbiker... -buy a bike that is more expensive than your car-  Check :P] Aber sowas macht deutlich mehr Spaß, nicht nur weil es cool ist, sondern weil die Arbeit an solchen Bikes viel einfacher ist da normalerweise alles passt und nicht aus dem Karton schon krumm ist wie bei den ganz billigen Fahrrädern. Außerdem war heute noch ein anderer Deutscher zum Probearbeiten da.

Das Lapierre :)

Donnerstag (16.11) konnte ich das Zesty gar fertig machen :) An sich war es heute etwas ruhiger mir mehr Reperaturarbeiten und Adam, der die letzten Tage Schule hatte war auch wieder da. Aber zwischendrin kann es auch schnell mal stressig werden. Ich schätze das ist halt so im Einzelhandel. Was anderes was ich mir die Woche über schon immer etwas durch die Gedanken gegangen ist die Frage ob ich wirklich der Richtige für den Job bin? Ich sehe mich halt nicht als Verkäufer. Will meinte zwar auch ich muss niemanden etwas verkaufen (im Sinne von 'andrehen') aber mein 'Ding' sind halt die Mechanikersachen... keine Ahnung...                                                                                   Das Gute war aber das wieder Donnerstag war, das heißt ich muss nicht kochen :P da wieder der Markt ist :)

Freitag (17.11.) war ich am Morgen mit Adam alleine im Shop da Will erst gegen Mittag kahm. (eigentlich hätte er frei gehabt) Es war etwas ruhiger, so konnte ich mich mit Adam etwas unterhalten, er ist der erste mit dem ich mich über Autos unterhalten kann :) Er hat gemeint er will sich demnächst einen GTR kaufen :D (Das ist natürlich cool aber ich dachte mir nur 'hä, wie?' Drei Minuten vorher oder so hat er mir gesagt das er so vor einem Jahr aus der Schule gekommen ist.. :P) Später war dann Will auch wieder da. Am Nachmittag kahm dann ein deutscher in den Laden den sein Gepäckträger gebrochen war, kein Wunder er war von Cape Reinga bis hier auch schon einiges unterwegs. Außerdem war das Fahrrad auch ganz schön bepackt. Nach der Arbeit war ich dann noch schnell im Pack'N'Save und da ist mir etwas komisches passiert. Am Ein/Ausgang stehen dort oft Leute von einer Sicherheitsfirma. Also habe ich natürlich beim reingehen freundlich gegrüßt. Dann schnell meine Sachen zusammen gesucht und an die Kasse. Nach der Kasse habe ich dann die meisten Sachen in den Rucksack gepackt um nicht alles tragen zu müssen. Dann um die Ecke Richtung Ausgang / der Dame vom Sicherheitsdienst. Beim vorbeigehen fragt Sie mich dann so, ob ich etwas in meinem Rucksack habe und ich nur, 'Ja' aber im selben Moment dachte ich mir: verdammt (!) ich habe den Kassenzettel nicht genommen. Normalerweise nehme ich den immer weil man damit beim Tanken 6 Cent pro Liter Rabatt bekommt, da ich davon aber relativ viele bereits habe dachte ich mir 'ich lasse mal einen quadratmeter Regenwald stehen und nehme ihn nicht' das hat man nun davon. Letzendlich hat Sie mich aber gehen lassen...

Samstag (18.11.) hatte ich erwartet das es relativ stressig wird. Morgens war es aber noch ziemlich ruhig. Nachmittags um so voller. Nach der Arbeit war dann ein Meeting. Also mit Will, Adam, Douglas (der war diese Woche Krankgeschrieben) und mir. Ich hatte mir dann noch ein Mietbike mit nach Hause genommen. Das gute ist nämlich das man diese als Mitarbeiter kostenlos nutzen kann :) Nach dem Essen bin ich auch mal eine kleine Runde gefahren :) Am Abend im Hostel habe ich dann auch den einen Deutschen wiedergetroffen der diese Woche im Shop nach mir gefragt hatte. Warscheinlich hat die Dame von der Unterkunft ihm meinen Namen gegeben. Morgen wollte ich dann vielleicht das erste mal mit dem Fahrrad in den Redwoodforrest, wenn ich gewusst hätte wie das laufen wird...

Das Mietrad :P Dusk over Rotorua :) (Naja eigentlich Pack'N'Save)

Skyline Park, (aktueller Stand)

Sonntag, 12.11.2017

Nochmal so eine Art Update...

...letztendlich hat es dann bis Samstag gedauert bis ich den Vertrag hatte... Am Arbeitsbeginn hätte es warscheinlich nichts geändert wenn ich den Vertrag früher bekommen hätte, aber ich hätte mit den Tagen etwas mehr anfangen können als immer mehr oder weniger auf den nächsten Tag zu warten. Gut, am Freitag war ich im Skyline Park aber abgesehen davon und dem Ausflug auf die Coromandel Halbinsel habe ich die letzen Wochen eigentlich nur gespart. (Was natürlich nicht so wirklich funktioniert wenn man für alles zahlen muss und kein 'Einkommen' hat)

Aber egal, kurz zum spaßigen Teil. Im Skyline Park hatte ich mir ein Ticket für die Gondel + 3 Fahrten mit den 'Luge' Karts gekauft. Das sah nach Spaß aus :) Diese Art des Rodelns wurde hier erfunden. Ich bin dann natürlich erstmal mit der Gondel hochgefahren. Während der Fahrt und oben angekommen hat man eine wirklich schöne Übersicht über die Stadt den See und die umliegende Landschaft, in der Ferne sieht man ein paar größere Hügel (Berge). Dann bin ich zum Start der Strecke und habe mich angestellt. Insgesamt gibt es drei Strecken Scenic, Intermediate, und Advanced. Bei der ersten Fahrt bin ich den 'Scenic' Track runter, der war zum reinkommen schon ganz ok aber jetzt nicht sonderlich spektakulär. (ist halt Familiengeeignet) Beim zweiten mal habe ich mir dann nochmal gedacht das der eine 'Einweiser' am Start aussieht wie Matthias Schweighöfer :P Also vielleicht etwas jünger, aber die Ähnlichkeit war echt verblüffend. Ich hatte aber dann nicht so wirklich Zeit groß darüber nachzudenken da die 'Advanced' Strecke schon echt eine andere Hausnummer war, die Kurven waren immer nach innen geneigt sodass man mit richtig Geschwindigkeit reinfahren konnte und an sich war die Strecke echt gut gebaut. Enge Kurven, weite Kurven, Tunnel, eine Sprungkuppe. Beim ersten mal draufzufahren habe ich gedacht 'naja das machen die eh nicht das man da wirklich abhebt'...                   ...in der Luft denkt man sich 'Sch***e das haben die echt gemacht!' :P Beim zweiten mal ging es dann noch weiter :) Aber das witzigste war eigentlich der Typ in einem Dameneinteiler (ich nenne es mal so. Ich vermute Junggessellenabschied) der von seinen Kumpels gerammt wurde bis das Luge-Kart-Ding gekippt ist und er aufrecht sitzend mit seiner rechten Arschbacke ein paar Meter über die Streckenbegrenzung geschliddert ist. (Man muss dazusagen diese Dinger sind eigentlich Narrensicher und man bekommt die nicht zum kippen selbst wenn man es will) Die Schutzwirkung seiner Bekleidung ließ natürlich für diese Art der Beanspruchung etwas zu wünschen übrig :P Aber es ist ihm nichts schlimmes passiert! Nur er wird sich die nächsten paar Tage beim hinsetzen schon an seine Kumpels erinnern :P

Dann bin ich noch etwas auf so einem Wanderweg am Berg entlang, von dem hatte man dann auch teilweise einen super Ausblick. Der Skyline Park ist auch ein Bikepark, also sieht man auch viele Mountainbiker und bei der Fahrt mit der Gondel sieht man auch einiges von den Strecken. (unter anderem den Slopestyle Kurs vom letzjährigen 'Crankworx Rotorua'- Event) Da es dann aber ziemlich nach Regen ausgesehen hat bin ich wieder nach unten gefahren, wieder mit Blick auf den Strecken...        ...es wäre schon echt cool hier zu fahren... :)

Ok, war jetzt doch nicht so kurz...

Der Vertrag, also wie gesagt am Samstag Nachmittag hatte ich den Vertrag endlich bekommen. Eigentlich war er Freitag morgen schon fertig nur da der Manager nicht da war musste ich noch einen Tag warten. Das war schon ein ganz schöner Haufen Papier, (konkurrenzfähig zur Deutschen Bürokratie) ich habe dann alles mal durchgelesen, was ganz schön gedauert hat und ein paar Sachen nochmal nachgefragt bevor ich unterschrieben habe. 

Sonntag habe ich dann mal wieder ein paar Alltagspflichten erfüllt, wer weis wann ich wieder dazukomme, :P und mich ein wenig meinem Auto gewidmet.

Bevor es dann Montag los geht mit der Arbeit.

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